Stand: Tue Dec 12 22:51:31 CET 2017

Stellungnahmen zu Anschuldigungen von Umweltorganisationen

Stellungnahmen zu Anschuldigungen von Umweltorganisationen

GREENPEACE:

In einem Online-Rundfunkinterview stellte Greenpeace fest: „APRIL zerstört Hunderttausende Hektar natürlichen Regenwaldes und vernichtet dadurch ein besonders schützenswertes Gebiet auf der Kampar-Halbinsel.“

Diese Behauptung ist unverantwortlich und falsch. APRIL bewirtschaftet lizenzierte Forstkonzessionen nachhaltig und im Einklang mit den in Indonesien geltenden wirtschaftspolitischen und naturschutzpolitischen Vorgaben. Unsere Konzessionen erstrecken sich auf weniger als 1% des gesamten Waldgebiets Indonesiens. Plantagen werden auf Landflächen angelegt, die zuvor per Lizenz an Dritte für selektiven Holzeinschlag vergeben wurden und die in den letzten zwei Jahrzehnten durch menschliche Eingriffe und illegale Abholzung in Mitleidenschaft gezogen wurden. Wir bewahren Gebiete, die von unabhängigen, externen Experten als besonders schützenswert eingestuft werden. Unsere Pflanzungen erstrecken sich auf circa 50% der gesamten Konzessionsfläche. Der Rest wird als Schutzgebiet oder zur gemeinschaftlichen Nutzung ausgewiesen.

Unser besonderes Augenmerk auf der Kampar-Halbinsel gilt dem Schutz ökologisch sensibler Gebiete. In Zusammenarbeit mit der wissenschaftsgestützten NRO Tropenbos haben wir die Pflanzung Ringapproach entwickelt. Wir schützen Naturschutzgebiete im Zentrum unserer Konzessionen durch Bewirtschaftung der sie umgebenden Plantagen. Dieses Vorgehen dient als eine Art Schutzwall gegen schädliche Eingriffe des Menschen wie illegaler Holzeinschlag und Brandrodung auf sensiblen Flächen.

Wir unterstützen zudem das auf mehrere Jahre angelegte Projekt „Restorasi Ekosistem Riau“ auf der Kampar-Halbinsel, bei dem wir eine führende Rolle spielen. Projektziel ist die Wiederherstellung und der Schutz von 20 265 Hektar degradierter Torfwälder (www.rekoforest.org).


WWF:

Von den in Indonesien tätigen Zellstoffproduzenten ist APRIL inzwischen der größte einzelne Verarbeiter von Naturwäldern

Indonesien verfügt über eine Waldfläche von rund 131 Millionen Hektar. Die indonesische Regierung hat 53 Millionen Hektar Wald als erhaltungs- und schutzwürdige Flächen ausgewiesen und etwa 78 Millionen Hektar zur forstwirtschaftlichen Produktion und Entwicklung freigegeben.

Die gesamte Holzversorgung von APRIL stammt aus diesen Entwicklungsgebieten, die von der indonesischen Regierung speziell für die industrielle Nutzung als Waldplantagen (HTI) konzessioniert wurden.
Die zu Produktionszwecken an APRIL vergebenen Waldkonzessionen befanden sich zum Zeitpunkt der Übernahme durch APRIL bereits in einem stark degradierten Zustand. Der vom WWF verwendete Begriff „Naturwald“ bedeutet nicht, dass diese Gebiete in der Praxis unberührt sind oder einen hohen Erhaltungswert aufweisen. Behauptungen, denen zufolge APRIL Plantagen in unberührten Regenwäldern oder Schutzgebieten anlegt, sind irreführend und sachlich falsch.

Neben der Einhaltung aller für Umweltschutz und Torfgebiete geltenden gesetzlichen und ordnungspolitischen Bestimmungen setzt APRIL seit 2005 eine Politik der besonders schützenswerten Wälder (High Conservation Value, HCV) um. Dadurch konnten in den Konzessionen von APRIL und seinen Lieferpartnern mehr als 200 000 Hektar Schutzgebiete und Flächen mit einheimischen Baumarten gegen menschliche Eingriffe geschützt werden.

APRIL muss „sein nicht nachhaltiges Geschäftsmodell ändern und die Trockenlegung von Moorböden sowie die Umwandlung von Wäldern stoppen.“

Wir weisen entschieden jede Behauptung zurück, derzufolge unser Geschäftsmodell nicht nachhaltig sei. Vielmehr arbeiten wir konsequent an der Umsetzung unseres wichtigsten Ziels: dahin zu gelangen, dass unsere sämtlichen Holzfasern aus nachwachsenden und nachhaltigen Kulturen stammt. Dies bildet den Kern unseres Geschäftsmodells – ein in kommerzieller wie umweltpolitischer Hinsicht stimmiges Handeln.

Inzwischen haben wir uns bei der Anlage von Plantagen auf unseren Konzessionen diesem Ziel schon ein gutes Stück genähert und müssen nur noch die Reifung des Baumbestands abwarten, die in Indonesien ca. 5 bis 6 Jahre dauert. Bis dahin stammen etwa 30 Prozent unserer Faser aus gemischten Laubhölzern, die wir aus der Rodung bepflanzbarer Flächen in unseren Konzessionen und in den Konzessionen unserer Lieferpartner beziehen.

Im Zuge der Anlage von Waldpflanzungen führt APRIL erstmalig HCV-Bewertungen seiner Konzessionen durch und identifiziert, erhält und schützt Wälder mit besonderem Erhaltungswert: So wurden in den Konzessionen von APRIL und seiner Lieferpartner mehr als 200 000 Hektar Schutzgebiete und Flächen mit einheimischen Baumarten eingerichtet.

Im Hinblick auf die Wasserstandskontrolle bei Torfgebieten verfolgt APRIL einen wissenschaftlichen Ansatz zur Erhaltung und Anhebung des Wasserstandes in von uns bewirtschafteten Torfmooren. Die von uns genutzten Gebiete wurden in der Vergangenheit oftmals bereits von Dritten durch selektiven Holzeinschlag und die Folgen illegaler Abholzung und menschliche Eingriffe in Mitleidenschaft gezogen. In zahlreichen Fällen erhöht unser Wasserbewirtschaftungskonzept den Wasserstand oder nähert ihn wieder dem ursprünglichen Niveau an.

Die öffentlichen Verpflichtungen von APRIL zu einem nach-haltigen Betrieb ohne Holzfaser aus Naturwäldern seit 2009 sind irreführend (Greenwashing)

Unsere Verpflichtung zu nachhaltiger und verantwortungsvoller Forstwirtschaft ist echt – wie mehr als 200 000 Hektar geschützter Wald und unsere Unterstützung für bedeutende Programme zur Wiederherstellung von ökologischen Systemen auf der Kampar-Halbinsel als Ergebnis unserer Bemühungen vor Ort eindrucksvoll beweisen – und steht im Einklang mit unserer Verpflichtung zur Anlage von Plantagen, die unseren gesamten künftigen Faserbedarf abdecken können.

2004 prognostizierten wir die Realisierung der Plantage für das Jahr 2009. Dieser Zeitplan konnte nicht eingehalten werden, da wir unsere Aktivitäten zurückfahren mussten, um zuerst die entsprechenden naturschutzfachlichen Prüfungen durchzuführen. Zudem verwendeten wir einige Zeit auf die Beilegung von Konflikten mit ortsansässigen Gemeinschaften durch Dialog. Deswegen konnten wir unsere Zeitvorgaben nicht einhalten, doch dies erfolgte aus den richtigen Gründen, und genau aus diesen Gründen haben wir keinen neuen Termin festgesetzt.

APRIL verarbeitete wissentlich Holz aus Naturwald von Konzessionen in Gebieten, die laut nationalen Regelungen als schützenswert ausgelobt waren.

Diese Aussage ist grundsätzlich falsch. APRIL bezieht kein Holz aus Gebieten mit einem hohen ökologischen Wert und erfüllt alle nationalen Regelungen.

Unsere sämtlichen forstwirtschaftlichen Verfahren und Herstellungsprozesse sind nach internationalen Legalitätsnormen (Bureau Veritas Legal Origin of Timber) zertifiziert, wodurch sichergestellt ist, dass das in unseren Fabriken verarbeitete Holz ausnahmslos aus legalen Quellen stammt.

Unsere Fertigungsprozesse sind nach dem PEFC-Produktketten-Standard (PEFC Chain-of-Custody) zertifiziert – dies belegt, dass ein strenges Überprüfungs- und Rückverfolgbarkeitssystem praktiziert wird.
Außerdem sind unsere forstwirtschaftlichen und produktionstechnischen Prozesse gemäß nach den nationalen Bestimmungen der „SVLK-PHPL Timber Legality Certification“ zertifiziert, die zusammen mit der EU erstellt wurde.


EYES ON THE FOREST:

1. APRIL verarbeitete wissentlich Holz aus Naturwald von Konzessionen, deren Lizenzen aufgrund korrupter Praktiken erteilt wurden.
2. 10 der 12 Holzlieferanten von APRIL erhielten ihre Lizenzen in den Jahren 2002/2003 von den Leitern der Bezirke Siak und Pelalawan. Beide Regierungsbeamte wurden wegen Korruption verurteilt und sind inhaftiert.
3. Einige erhielten zudem jährliche Einschlagslizenzen von drei Leitern der Forstverwaltung Riau, die inzwischen wegen Korruption in Haft sind.
4. Ein Holzlieferant von APRIL, PT SRL, erhielt rechtlich fragwürdige Konzessionslizenzen und hat dessen ungeachtet inzwischen die geplante Abholzung abgeschlossen.
5. Die durch die Rodung großer Torfsumpfwälder entstandenen sozialen Konflikte zwischen den Holzlieferanten von APRIL (wie RAPP und PT SRL), ortsansässigen Gemeinschaften und NRO fanden breite Beachtung.
6. Die Probleme waren in allen Fällen identisch: Verlust der Kontrolle über Wälder, die traditionell im Besitz der Gemeinschaften waren, und Bodendegradation.

APRIL und seine Lieferpartner halten alle in Indonesien geltenden Gesetze und Vorschriften ein. Unsere Forst-Konzessionslizenzen wurden unter Wahrung aller ordnungs-gemäßen Verfahren erworben. Die Gültigkeit dieser Lizenzen wurde mehrfach durch die einschlägigen Behörden überprüft und für ordnungsgemäß befunden. Für APRIL gilt das Prinzip der Nulltoleranz gegenüber Korruption. Jeder Beschäftigte ist aufgrund von Arbeitsverträgen und anderen Unternehmensrichtlinien für die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften verantwortlich.

Unsere vollständigen forstwirtschaftlichen Verfahren und Herstellungsprozesse sind nach internationalen Legalitätsnormen (Bureau Veritas Legal Origin of Timber) zertifiziert, wodurch sichergestellt ist, dass das in unseren Mühlen verarbeitete Holz ausnahmslos aus legalen Quellen stammt. Unsere Fertigungsprozesse sind nach dem PEFC-Produktketten-Standard (PEFC Chain-of-Custody) zertifiziert – dies belegt, dass ein strenges Überprüfungs- und Rückverfolgbarkeitssystem vorhanden ist.
Außerdem sind unsere forstwirtschaftlichen und mühlentechnischen Prozesse gemäß der nationalen Norm „SVLK-PHPL Timber Legality Certification“ zertifiziert, die von der EU und der indonesischen Regierung gemeinsam entwickelt wurde, um die strengen EU-Vorschriften, die illegalen Holzeinschlag als Quelle für Bauholz/Holzfaser verbieten, zu erfüllen.

Positive Beziehungen mit den ortsansässigen Gemeinschaften sind für den langfristigen Erfolg von APRIL unerlässlich. APRIL ist aktiv bemüht, dauerhafte Beziehungen mit der örtlichen Bevölkerung, die in räumlicher Nähe zu unseren Plantagen leben, aufzubauen und zu pflegen. Die Managementsysteme von APRIL gewährleisten, dass die für die Entwicklung von Plantagen eingesetzten Verfahren die uneingeschränkte Achtung der Würde, Kultur, Menschenrechte, Ziele und einer auf Ressourcen basierten Existenzgrundlage von indigenen Völkern und anderen Ortsansässigen unterstützen.

Andererseits kann es sich in Indonesien als schwer erweisen, Rechte an Grundstücken eindeutig zuzuordnen, und nach indonesischem Recht befinden sich Waldgebiete im staatlichen Besitz, sofern keine anderweitigen Rechtstitel nachgewiesen werden können. Traditionelles oder indigenes Eigentum an Grundstücken wird nicht zwangsläufig anerkannt und ist oftmals aufgrund der nennenswerten Wanderungsbewegungen von Menschen im Rahmen staatlicher Umsiedlungsprogramme schwer nachzuweisen. Dennoch arbeiten wir intensiv daran, sicherzustellen, dass Landstreitigkeiten vermieden oder beigelegt werden, bevor wir mit unserer Arbeit in den Konzessionen beginnen.

APRIL bietet darüber hinaus Entwicklungsmöglichkeiten in kulturell angemessener Weise. Dabei achten wir darauf, den Wünschen und Zielen der lokalen Bevölkerung Rechnung zu tragen.


Papier Union bezieht ausschließlich Papiere von April, die auf der Basis von Zellstoff bzw. Holz aus nachhaltiger Plantagenwirtschaft hergestellt wurden und die durch unabhängige Labore regelmäßig geprüft werden.


Aktuelle Informationen (in Englisch) zu APRIL finden Sie unter http://aprildialog.com


Fri Dec 13 00:00:00 CET 2013

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